Basisches ionisiertes Wasser fördert Ihr Wohlbefinden

iStock_000003555306_ExtraSmall_WohlbefindenAuf folgenden interessanten Beitrag bin ich kürzlich gestoßen:

Da lesen wir einen Artikel von Jan Roberts, einer Pharmakologin aus Australien, in dem die Wirkung von basischem Wasser in Frage gestellt wird. Ja mehr noch, es wird für eher schädlich gehalten. Interessant ist, dass vor ein paar Jahren ähnliche Artikel in Australien auftauchten. Das Ganze ist dann allerdings nach kurzer Zeit, weil haltlos, im Sande verlaufen.

Das Wichtigste zuerst: Basisches ionisiertes Wasser ist weder ein Heilwasser noch eine Medizin. Hier hat Frau Roberts völlig recht: wer solchem Wasser in unlauterer Werbung heilende Wirkungen zuschreibt, der handelt unseriös.

Der weltweit bekannteste Forscher zum Thema basisches Wasser, Prof. Sanetaka Shirahata, berichtete 2005 bei seinem Besuch in Nordenau begeistert von diesem Wasser. Dort kommt reduziertes Waser (der wissenschaftliche Name) natürlich in einem Schieferstollen vor. Er führte aus, dass in Japan unzählige Menschen reduziertes Wasser trinken, einfach weil es ihnen gut tut. Das war sogar dem WDR eine Fernsehsendung wert. Shirahata ist weltweit als seriöser Wissenschaftler geschätzt – wäre das Wasser ungesund, wäre er der erste, der es kommunizieren würde.

In den unzähligen Arbeiten von Shirahata aber auch von anderen Forschern z. Bsp. des Water Institute of Japan, gibt es keine Hinweise auf nachteilige Wirkungen, die basisches ionisiertes Wasser hat – im Gegenteil, immer wurde beobachtet und berichteten Menschen von positiven Wirkungen für das Wohlbefinden.

Gut zu wissen: basisches ionisiertes Wasser entspricht in seinen Eigenschaften – so wie es auch zum Trinken empfohlen wird – der Trinkwasserverordnung. Das bedeutet, dass es keinen besonders extremen basischen pH Wert aufweist. Trinkwasser darf pH Werte zwischen 6,5 und 9,5 haben, das kann man z. Bsp. bei Wikipedia nachlesen. Nur so nebenbei: es gibt Umkehrosmoseanlagen, die produzieren „Trinkwasser“ mit einem pH zwischen 5,5 und 6,5.

Wenn also der pH Wert von basischem Wasser im Bereich der Trinkwasserverordnung liegt, würde das laut Frau Roberts folgendes bedeuten: In Regionen, in denen Trinkwasser natürlicherweise basischer ist als in anderen, müssten die Menschen permanent an örtlich begrenzten Gastritiden (Magenentzündungen) leiden – was jedoch schlicht und einfach nicht stimmt.

Frau Roberts zitiert eine Studie, laut der mit basischem Wasser versorgte Ratten eine Hyperkaliämie aufwiesen und dies u.a. Nekrosen des Herzmuskels zur Folge hatte. Wo bitte kam das Kalium her? Unser Trinkwasser enthält Kalium (in geringen Mengen), welches unser Stoffwechsel im Übrigen für eine Reihe von Funktionen dringend benötigt. Trinkwasser enthält üblicherweise 3 bis 18 mg/L. Unterstellt man, dass bei der Ionisierung von Wasser etwa 1/3 als saures Wasser abgeleitet wird und dieses saure Wasser kein Kalium mehr enthält, dann wären das im Höchstfall 24 mg/L im basischen ionisierten Wasser. Apollinaris gilt mit 30 mg/L als besonders kaliumreich. Eine Banane enthält ca. 380 mg Kalium. Kennen Sie jemanden, der vom Essen einer Banane eine Herzmuskelnekrose bekommen hat? Es müsste auch vor Kartoffeln gewarnt werden: bei ihnen schlägt der Kaliumgehalt mit über 400 mg pro 100 gr. zu Buche… Im EVO Wasserlexikon kann man übrigens nachlesen, dass der Mensch ca. 2-3 gr. Kalium pro Tag benötigt! Seit 2003 gibt es daher keinen Grenzwert mehr für den Kaliumgehalt in Trinkwasser.

Worauf will ich mit meinen Bemerkungen hinaus? Ganz einfach: Die Beispiele von Trinkwasserverordnung und Banane machen deutlich, dass die Quellen und Theorien von Frau Roberts erheblich in Zweifel zu ziehen sind.

Außerdem hat Frau Roberts einen elementaren Aspekt von basischem ionisiertem Wasser übersehen. Schaut man sich die elektrophysikalischen Merkmale dieses Wassers an, so stellt man fest, dass dieses Wasser antioxidative Eigenschaften aufweist.

Und, schenkt man den unzähligen vorliegenden klinischen Beobachtungen und Studien Glauben (alleine im Kyowa Medical Center haben Dr. Hayashi und Dr. Kawamura über 15 Jahre ausschließlich positive Wirkungen bei ihren Patienten beobachtet), dann ist genau das die Eigenschaft, von denen die Menschen einen besonderen Nutzen für ihr Wohlbefinden haben.

Es gibt eine Reihe von seriöser Literatur zum Thema. Einiges Lesenswerte habe ich im Folgenden zusammengestellt.

Gitelman, D., Hoffmann, M.: Die Elektrochemie des Wassers…. CO’MED, 07/06, S. 6 ff.

Gundermann, G., Gutenbrunner, Chr., Karagülle, O.: Eignen sich Mineralwässer zur Mineralstoffsubstitution? Ernährung und Medizin 2004; 19: 63-68

Hayashi, H.; Munenori, K.: Zusammenfassung des Beitrages vom Symposium JAACT, 2000, Fukuoka, Japan, Quelle: http://www.shinsui.com/1-1.shtml

Hayashi, H.: What is ionized water? A study

Kenji Kikuchi et al.: Hydrogen particles and supersaturation in alkaline water from an Alkali–Ion–Water electrolyzer Osaka, Japan, 2001

Kogelnig, R., Witasek, A., Grabherr, E., Frank, D.: Die Auswirkungen mineralstoffreicher Heilwässer im Vergleich zu mineralstoffarmen Wässern… EHK 2005; 54:255-259

Kousa, A., E Moltchanova, E., Viik-Kajander, M., Rytkönen, M., Tuomilehto, J.; Tarvainen, T., Karvonen, M.: Geochemistry of ground water and the incidence of acute myocardial infarction in Finland. Journal of Epidemiology and Community Health 2004; 58: 136-139

Kropp, T.: Das stärkste Antioxidanz unserer Zeit? CO’MED, 07/06

LEE, K. et al.: Anticancer Effect of Alkaline Reduced Water, Wonju, Korea

Nesterenko, S.: Trink Dich jung!, Hamburg 2006, Zephyr Verlag: www.zephyr-online.de

Shirahata, S., Kabayama, S., Nakano, M., Miura, T., Kusumoto, K., Gotoh, M., Hayashi, H., Otsubo, K., Morisawa, S., Katakura, Y.: Electrolyzed-Reduced Water Scavenges Active Oxygen Species and protects DNA from Oxidative Damage., Academic Press (1997)

Shirahata S.: Reduced Water for Prevention of Diseases, Kluwer Publishers (2002)

2 Gedanken zu „Basisches ionisiertes Wasser fördert Ihr Wohlbefinden

  1. Basisches ionisiertes Wasser fördert Ihr Wohlbefinden !
    Dieser Satz verdient ein Ausrufezeichen !
    Trinke und genieße mit meiner Familie das leckere Wasser seit 2 Jahren und wir freuen uns über deutlich erhöhte Lebensenergie (;-)

  2. Heute habe ich erneut von Herrn Heppenheimer sehr fundierte und belegbare Informationen über die wirkprinzipien von basisch ionisiertem Wasser erhalten. Das ist die Theorie. Die Praxis ist dass ich seit 3 Jahren Wasser aus einem Aquion Ionisierer trinke und dies ganz enorm zum Erhalt meiner Gesundheit beiträgt.
    Ich bin begeisterter Empfehlungsgeber für die Ionisierer der Firma Salux.
    Henning Ruf, Geisenheim

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