Ein Fasten-Check

iStock_000028155460_FastenFastenkuren sind umstritten. Insbesondere, wenn sie zum Zweck der Gewichtsabnahme durchgeführt werden, melden Ernährungswissenschaftler Bedenken an. Zudem soll Fasten gegen eine Reihe von Krankheiten helfen, zum Beispiel Migräne, Rheuma und Allergien. Wer sollte wann, wie und mit welcher Intention fasten?

Nicht nur nach ausgelassener Narretei – Fasten ist zur Selbstfindung oder körperlichen Regeneration das ganze Jahr über in. Während früher aus religiösen Gründen der Konsumverzicht geübt wurde, motivieren heute vorrangig gesundheitliche Aspekte die Fastenfans. Allerdings steht der Wunsch, ein paar Kilo zu verlieren, viel zu oft im Fokus des Unternehmens. Das Abnehmen ist jedoch nur ein Mitnahmeeffekt, der sich insbesondere durch den Flüssigkeitsverlust im Körper zeigt. Zudem ist vor dem Jojo-Effekt zu warnen, da der Körper während der Fastenzeit auf ein Notprogramm schaltet und den Energie-Grundumsatz herunterfährt, während er im Anschluss bemüht ist, die Speicher wieder aufzufüllen.

Bei einer Vielzahl von chronischen Erkrankungen, aber auch, um ungesunde Ernährungs- und Lebensstilgewohnheiten zu durchbrechen, ist Fasten durchaus sinnvoll. So gönnen Sie Stoffwechselrezeptoren, aber auch Ihrem Verdauungsapparat eine Erholungspause. Manche Praktizierer berichten von einer außergewöhnlichen Leichtigkeit, die sich nach der anfänglichen Fastenkrise einstellt, nachdem sich der Körper auf die Veränderung eingestellt hat. Die Sinne seien geschärft, Serotonin wird ausgeschüttet und bewirke Glücksgefühle und eine gesteigerte Konzentrationsfähigkeit.

Fasten sollte man nur, wenn man kerngesund ist. In diesem Fall genügt ein vorheriger Check-up beim Arzt. Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, wie Essstörungen, Schilddrüsenerkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen, aber auch untergewichtige, extrem adipöse, ältere Menschen und Schwangere sollten sich keiner Fastenkur unterziehen und wenn, dann nur unter ärztlicher Überwachung. Nicht zu missachten ist die Anstrengung für den Körper, die bei einem geschwächten Organismus eher schadet.

Welche Fastenform ist ratsam?

Was sich als beliebt bewährt hat, zieht die unterschiedlichsten Ausprägungen nach sich. Am etabliertesten und womöglich auch am sinnvollsten ist die Buchinger-Methode, das sogenannte Saftfasten, bei dem nur Gemüsebrühe und Säfte auf dem Speiseplan stehen. Dem Körper sollen so wenige Kalorien wie möglich zugeführt werden, aber gleichzeitig soll er mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Auf diese Weise wird der Stoffwechsel entlastet und der Körper regeneriert.

Auch Molkefasten und Schleimfasten können insbesondere für magenempfindliche Personen ratsam sein. Letzteres sieht die Ernährung mit Getreidebrei aus Reis, Haferflocken oder Buchweizen vor und ist eine gute Alternative zum Heilfasten, da der Körper mit Kohlenhydraten und Eiweißen versorgt wird und kaum Mangel leidet. Das hat den Effekt, dass kaum Muskulatur abgebaut wird. Von der sogenannten Schrothkur, bei der sich Trocken- und Trinktage abwechseln, ist abzuraten. Auch Nulldiäten, bei denen ausschließlich Wasser getrunken wird, sind kontraproduktiv, weil es zu einem unnötigen Eiweiß- und Muskelabbau kommt.

Was leistet aber nun Fasten in Bezug auf Krankheiten? Am besten belegt ist der positive Effekt auf rheumatische Erkrankungen, speziell rheumatoide Arthritis. Für einige andere Krankheitsbilder, wie Migräne, Arthrose und metabolisches Syndrom liegen erste Daten aus Studien vor, die noch weiterentwickelt werden müssen. Während Tierversuche bereits einen positiven Einfluss bei der Prävention von vielen chronischen Erkrankungen, insbesondere der koronaren Herzkrankheit, neurogenerativen Erkrankungen, Parkinson und Demenz sowie Diabetes und einer Vielzahl von Krebserkrankungen zeigen, sind in Bezug auf den Menschen weitere Forschungen nötig. Insbesondere dem Insulin wird eine ungünstige Rolle zugesprochen. Durch Fasten kann das Hormon signifikant abgesenkt werden, sollte aber mit einer Ernährungsumstellung einhergehen, um einen nachhaltigen Effekt zu garantieren.

Wasser: Beim Verzicht unverzichtbar

Während der in der Regel fünf- bis sieben-tägigen Fastenzeit ist es wichtig, auf Genussgifte, Koffein und Nikotin zu verzichten. Neben ausreichender Bewegung sind Entspannungsverfahren, wie autogenes Training, Meditation, Yoga oder Tai-Chi zu empfehlen, da hierdurch die positiven neuroendokrinen Wirkungen des Fastens unterstützt werden. Um dem Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust entgegenzuwirken, ist es besonders wichtig, viel zu trinken. AktivWasser bietet sich nicht nur deshalb an, weil es als eines von wenigen Nahrungsmitteln in der Fastenzeit erlaubt ist, sondern weil es die Regulationsprozesse des Körpers unterstützt. Auch in Bezug auf die regenerative Wirkung des Nahrungsverzichts leistet das Getränk mit seinen antioxidativen Eigenschaften besonders wirksame Unterstützung.

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