Falsch gelaufen: Viele Jogger überfordern ihren Körper

So beliebt der iStock_000020448690_JoggenLaufsport bei den Deutschen ist, so hoch frequentiert wird er falsch umgesetzt. Eine aktuelle Studie der AOK zeigt: 68 Prozent der deutschen Jogger laufen zu schnell, zu unregelmäßig und ohne Rücksicht auf ihren Körper.

Schauplatz: Stadtpark. Wer hier im Sommer entspannen will, kommt um einige Betätigungsaufforderungen nicht umhin. Sollten die in Sichtweite der reich bestückten Picknickdecke vorüberziehenden Läufer nicht das vernachlässigte Sportgewissen belasten, wird womöglich eher die Gehässigkeit aktiviert. Kein Wunder: Oftmals schleppen sich Hobbyjogger derart ungelenk dahin, dass das Stilurteil nur vernichtend ausfallen kann. Allerdings geht es hierbei nicht nur um die Ästhetik, sondern allen voran um die Gesundheit. Und bei diesem Thema sollte sich jeder an die Nase fassen.

Denn auch wenn sich viele dem Laufsport zwecks Gewichtsabnahme widmen – eine bessere Gesundheit sollte das Ziel der Anstrengung sein. Und dass ein paar verlorene Kilos mit gesundheitlichen Schäden einhergehen, kann wohl kaum erstrebenswert sein.

Dennoch verlaufen sich viele Jogger in dieser Kontraproduktivität. Mehr als zwei Drittel aller Freizeitläufer gefährden ihre Gesundheit, lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie der AOK. In einem Online-Fragebogen hat die Krankenkasse die Laufgewohnheiten von mehr als 10.000 Personen abgefragt. Professor Henning Allmer vom Kölner Institut für angewandte Gesundheitswissenschaften entwickelte insgesamt 16 Fragen, unter anderem, ob die Probanden außer Atem kommen, Pausen einlegen, oder Verkrampfungen erleiden. 69 Prozent der Teilnehmer waren Frauen, etwa die Hälfte im Alter zwischen 21 und 51 Jahren.

Mit der Befragung wurde folgende Kategorieverteilung ermittelt: gesundheitsfördernd (32%), gesundheitsgefährdet (36%) und gesundheitsbeeinträchtigt (32%). Weniger als ein Drittel ist also in einem adäquaten Tempo unterwegs bzw. joggt regelmäßig genug, um sich nicht zu überanstrengen und damit ein gesundheitsförderndes Niveau zu erreichen. Auch ist es wichtig, durch Gehpausen, oder ein reduziertes Tempo, auf die Signale des Körpers zu reagieren. Der Großteil scheint jedoch nach dem Prinzip, „wo gehobelt wird, fallen Späne“, zu verfahren und Krämpfe etc. zu ignorieren und dadurch bewusst den Körper zu überfordern. Ein gefährlicher Ehrgeiz.

Zudem zeigt die Umfrage: Jogger laufen in Gruppen gesünder (39%) als einzeln (29%). Und mehr Frauen riskieren ihre Gesundheit (33%) als Männer (29%) – womöglich, weil Männer deutlich regelmäßiger laufen. Die meisten Befragten sind allerdings Einzelläufer und nur 46 Prozent joggen täglich oder zumindest mehrmals die Woche.

So läuft`s richtig

Wenn Sie ein paar Tipps beachten, sind Sie auf dem richtigen Weg. Die Faustregel: Laufen ohne zu Schnaufen. Denn gerade in den Sommermonaten, wo sich viele Jogger tummeln, ist der Organismus ohnehin strapaziert und das kann schwerwiegende Folgen für Ihre Gesundheit haben. Atmen Sie gleichmäßig durch Mund und Nase und verlangsamen Sie Tempo und Atmung bei Seitenstechen. Man muss sich beim Laufen noch unterhalten können. Auch sollten Sie sich langsam steigern, damit der Körper insgesamt, sowie Bänder, Sehnen und Gelenke sich langsam an die Mehrbelastung gewöhnen können. Laufen Sie regelmäßig, aber gönnen Sie sich auch einen Tag Regenerationszeit dazwischen. Bei einer Erkältung ist es ratsam, zu pausieren, da das Virus sonst auf das Herz übergreifen kann.

Achten Sie auf Ihren Laufstil! Nicht, um der Yogurette-Werbung nachzueifern, sondern weil Sie unter Umständen Ihren Bewegungsapparat falsch belasten und langfristig Ihre Gelenke zerstören. Hier kann eine Laufband-Analyse oder ein Blick auf die Sohle alter Schuhe Antworten liefern. Dementsprechend sollte ein guter Laufschuh zur Grundausstattung gehören und weicher Untergrund hartem Asphalt vorgezogen werden. Dehnen Sie Ihre Muskeln nach dem Laufen für mindestens 15 Minuten.

Egal, in welchem Umfang Sie trainieren: Die richtige Ernährung und ausreichend Trinken sind immer wichtig. So sollte die letzte große Mahlzeit mindestens vier Stunden zurückliegen, ein Müsliriegel kann die Energie etwa eine halbe Stunde vor dem Lauf pushen. Versorgen Sie Ihren Körper ausreichend mit Wasser. Geraden beim Sport sollten Sie auf Ihren Flüssigkeitshaushalt achten, da Sie viel Wasser über das Schwitzen verlieren und es schnell zu Leistungseinbußen kommt.

Laufen Sie mehr als eine Stunde, sollten Sie Wasser dabei haben, ansonsten reicht es aus, die Flüssigkeitsverluste direkt danach wieder auszugleichen. AktivWasser empfiehlt sich nicht nur wegen seiner molekularen Beschaffenheit und der optimalen Zellversorgung, sondern auch aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaft. Bedingt durch die erhöhte Energieerzeugung steigt beim Sport die Anzahl der Freien Radikale drastisch an. AktivWasser hilft, diese Zellschädlinge auszumerzen. So geben Sie nicht nur beim Laufen eine gut erfrischte Figur ab, sondern versorgen Ihren Körper auch bei regelmäßiger Anstrengung nachhaltig mit dem Energieelixier, das er benötigt.

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