Kollaps statt Kraftschub: Die Risiken von Energy-Drinks

Energy Drinks_R_B_by_andi-h_pixelio.deEnergy-Produkte geben vor, die Leistungsfähigkeit zu steigern und sind aufgrund ihres Geschmacks und ihrer aufputschenden Wirkung vor allem bei jungen Menschen beliebt. Doch statt Flügeln verleihen die koffeinhaltigen Zuckercocktails eher gesundheitliche Risiken.

 

Die Diskussion um die Risiken von Energy-Drinks ist nicht neu. Bereits 2012 entbrannte eine Mediendebatte, weil in den USA eine 14-jährige starb, nachdem sie zwei Dosen der Marke „Monster Energy“ trank. Die Diagnose des an einer seltenen Herzkrankheit leidenden Mädchens lautete: „Herzrhythmusstörung durch Vergiftung mit Koffein“. Auch ein 19-jähriger soll an den Folgen seines regelmäßigen Konsums von „Monster“ gestorben sein. Der Hersteller wurde auf Schadensersatz verklagt.

Auch in Deutschland steht „Monster Energy“ in den Supermarkt- und Kioskregalen. Das koffein- und taurinhaltige Getränk ist gerade bei jungen Menschen beliebt, da es besonders süß schmeckt und angeblich die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigert. Die gesetzlich zugelassene Höchstmenge an Koffein in Erfrischungsgetränken wird mit den darin enthaltenen 32 Milligramm pro 100 Milliliter zwar nicht überschritten, aber diese können mit Risiken einhergehen, die entsprechend gekennzeichnet werden müssen. Zum Vergleich: in Coca Cola sind 10 Milligramm pro 100 Milliliter Koffein, Espresso enthält 100 Milligramm pro 100 Milliliter, wird aber in anderen Mengen verzehrt. Die Angabe des erhöhten Koffeingehalts muss gut sichtbar auf der Verpackung angebracht sein, ab Dezember 2014 muss der Hinweis noch erweitert werden durch: „Für Kinder und Schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“.

Gefährlicher Kick

Die Verbraucherzentrale Hessen sieht vor allem im Werbejargon der Energy-Produkte-Hersteller ein Problem. Assoziationen zu Drogen versprechen den Nervenkitzel nicht nur in Form von einem körperlichen Energieschub, sondern auch von etwas beinahe Verbotenem – für viele junge Menschen offensichtlich ein Kaufargument. „Die koffeinhaltigen Süßigkeiten, Pulver oder Kapseln sind bestenfalls überflüssig. Kombiniert mit Energy-Getränken, Alkohol oder körperlicher Anstrengung können sie sogar gesundheitlich riskant werden“, warnt Andrea Schauff, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Hessen. Gerade mit der leichtsinnigen Absicht, einen „Kick“ zu erleben, nächtelang feiern und durchtanzen zu können, ist die Gefahr für Jugendliche enorm. „Dann können Kreislaufprobleme bis hin zum Kollaps auftreten“, warnt Schauff. Die jüngste Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung zu den Risiken von Vieltrinkern von Energy-Drinks auf Festivals, LAN-Partys und in Diskotheken bestätigt diese Risiken. Schauff fordert daher, dass Warnungen vor Kombinationsrisiken mit Alkohol und körperlicher Anstrengung sowie klare maximale Verzehrsempfehlungen deutlich sichtbar auf der Vorderseite der Produkte prangen. Zudem sollte für hoch dosierte Produkte ein Verkaufsverbot an Kinder und Jugendliche erfolgen.

Die wenigsten Jugendlichen machen sich Gedanken um den Konsum von Softgetränken. Das Trinkverhalten wird aber maßgeblich dadurch geprägt, was zu Hause vorgelebt und angeboten wird. Wenn Sie Ihre Kinder darüber aufklären, wie wichtig die Flüssigkeitsaufnahme von ausreichend Wasser ist und welche gesundheitlichen Nachteile die – oft unterschätzten – Mengen an Zucker und anderen Inhaltsstoffen haben können, leisten Sie einen bedeutenden Schritt für ihr gesundes Trinken. AktivWasser spendet außerdem mit Hilfe seiner basischen und antioxidativen Eigenschaften eine gesundheitsfördernde und dadurch leistungssteigernde Versorgung, die im Vergleich zu Energy-Produkten tatsächlich beflügelt.

Foto: Andi-h/Pixelio

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